Tagesgeld
In der Finanzbranche hat der Begriff Tagesgeld zwei Bedeutungen. Zum einen steht Tagesgeld kurz für Tagesgeldhandel. Damit werden gewisse Kreditgeschäfte auf dem Geldmarkt bezeichnet. Sie sind im Wesentlichen nichts anderes als Termingeldgeschäfte, die allerdings nicht die Dauer eines Tages bzw. einer Nacht überschreiten. Diese Art von Tagesgeld ist von Bedeutung für große Unternehmen und Konzerne. Zum anderen wird der Begriff Tagesgeld kurz für Tagesgeldkonto benutzt. Diese Art von Tagesgeld ist für den privaten Anleger eine interessante Einrichtung des Bankwesens. Das Tagesgeld verbindet die Vorteile verschiedener Geldanlagemöglichkeiten miteinander. Wie der Name Tagesgeld- konto schon verrät, wird das Tagesgeld auf einem Konto (keinem Depot) bei einer Bank gehalten. Eine aktuelle Übersicht der Tagesgeldangebote findet man hier. Auf dieses Konto kann Geld eingezahlt werden, das dem Kontoinhaber verzinst wird. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Girokonto, welches die Bank in der Regel nicht verzinst. Über das Guthaben seines Tagesgeldkontos kann der Kontoinhaber jederzeit frei verfügen. Auch eine Kündigung des Tagesgeldkontos ist ohne Frist jederzeit möglich. Das sind Vorteile, die das Tagesgeld gegenüber der Sparanlage auf dem traditionellen Sparbuch hat; bei dieser ist der Sparer mehr Einschränkungen unterworfen. Wenn auch Verfügbarkeit, Flexibilität und Verzinsung die großen Vorteile des Tagesgeld oder Tagesgeldkontos sind, so hat diese Form der Geldanlage doch auch ihre Nachteile. Nicht nur der Kunde ist flexibel, sondern auch die Bank. Sie kann jederzeit nach gewissen Regeln den Zinssatz des Kontos ändern, auch nach unten. Ebenso unterliegt die Verfügbarkeit des Guthabens auf dem Tagesgeldkonto bestimmten Einschränkungen. Das Tagesgeldkonto kann nie überzogen werden. Eine schnelle Kreditaufnahme ist bei ihm nicht möglich. Das Geld auf dem Tagesgeldkonto ist bei weitem nicht so frei verfügbar wie das Geld des Girokontos. Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto können nur von einem ganz bestimmten Konto erfolgen und auch die Auszahlungen laufen nur auf dieses sogenannte Referenzkonto, das meist ein Girokonto ist. Dabei kann eine Überweisung bis zu drei Tage dauern.
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Extern: Tagesgeldzinsen | München Steuerberater